Medienmitteilung zur aidsfocus-Fachtagung 2012

Das Recht auf Gesundheit gilt auch für HIV-positive und aidskranke Menschen

Von aidsfocus.ch / Medicus Mundi Schweiz

Das Recht auf Gesundheit wird vielen HIVpositiven und aidskranken Menschen verwehrt. aidsfocus.ch, die Fachplattform von 30 schweizerischen Hilfswerken, setzt sich ein für das Recht aller Menschen auf umfassenden Zugang zu HIV-Information, Behandlung, Pflege und Unterstützung. Das Bulletin dokumentiert die Medienmitteilung zur diesjährigen aidsfocus Fachtagung.

Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht. Für die 34 Millionen Menschen weltweit, die HIV-positiv oder aidskrank sind, bedeutet dies das Recht haben auf Behandlung, Gesundheitsversorgung und Nicht-Diskriminierung. Weltweit erhalten heute 6,6 Millionen. eine Behandlung mit den lebensrettenden Aidsmedikamenten, das sind nur 47 Prozent der 12,2 Millionen, die aufgrund ihres Gesundheitszustands einer Behandlung bedürfen. Ihnen wird das Recht auf Gesundheit aus finanziellen oder politischen Gründen verwehrt.

In Simbabwe sind etwa eine Million Erwachsene und 150‘000 Kinder HIV-positiv, das heisst 14 Prozent der Bevölkerung. Obwohl der Staat ihnen eine kostenfreie Behandlung garantieren sollte, fehlen auf dem Lande die Medikamente und das Gesundheitspersonal. An der Tagung von aidsfocus.ch, der Fachplattform HIV/Aids und internationale Zusammenarbeit, berichtete Joshua Mavundu, wie sich Selbsthilfegruppen von HIVPositiven an die verantwortlichen Regierungsstellen gewandt, und, wo notwendig, Demonstrationen organisiert hatten, um zu ihren Rechten zu kommen. Mit Erfolg: “Heute erhalten die Leute an 14 Stellen umfassende und kostenfreie Behandlung“. Diese Hilfe zur Selbsthilfe der simbabwischen Organisation BHASO wird vom schweizerischen Hilfswerk fepa unterstützt.

Die südafrikanische "Treatment Action Campaign" (TAC), eine der wichtigsten und erfolgreichsten Aidsorganisationen, kämpft seit Jahren dafür, dass alle Patienten die gleichen Chancen auf ihr Leben haben. Durch Druck auf die Pharmaindustrie und die Regierung, mit Kampagnen und Lobbyarbeit hat TAC massgeblich dazu beigetragen, dass die Preise für Medikamente stark gesunken sind. „Die Sicherung des Zugangs zu HIVMedikamenten und die Respektierung der Menschenrechte sind zentrale Elemente, um Leben zu retten und die HIV-Übertragung zu reduzieren“, betonte Nonkosi Khumalo, die Präsidentin der TAC.

Die internationale Staatengemeinschaft – einschliesslich der Schweiz - hat sich verpflichtet, sich dafür einzusetzen, dass künftig kein Kind mehr mit HIV geboren wird und 15 Millionen Menschen bis ins Jahr 2015 behandelt werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die HIV-Behandlung das Risiko einer Übertragung auf den¨Partner um 96 Prozent reduziert. „Mit vereinigten Anstrengungen wäre eine Zukunft ohne Aids möglich“, betonte Helena Zweifel, Koordinatorin von aidsfocus.ch und

medicusmundi.ch

NZZ am Sonntag zitiert MMS: Pilotversuch mit Pflegerinnen aus Asien
Die NZZ am Sonntag berichtete am 13. Mai 2012 über den Pilotversuch mit PflegerInnen aus Asien. Dabei zitierte sie auch das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz: "Die philippinische Regierung bilde Pflegepersonal sozusagen für den Export aus. Die Gelder aus dieser Diaspora seien eine wichtige Stütze der philippinischen Wirtschaft. Laut Martin Leschhorn vom Gesundheits-Netzwerk Medicus Mundi hat diese Exportpolitik aber ihre Schattenseiten. «Weil so viel Personal ins Ausland geht, mussten in ländlichen Gegenden schon Spitäler schliessen», sagt er." Den Zeitungsbericht haben wir auf unserer Website dokumentiert.
http://www.medicusmundi.ch/mms/media/medienspiegel

MMS Jahresbericht 2011 ist erschienen
2011 war ein Jahr der Weichenstellungen für die künftige Ausrichtung der schweizerischen Entwicklungs- und Aussenpolitik im Bereich Gesundheit. Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz war aktiv mit dabei. Mehr dazu im eben veröffentlichten Jahresbericht. Sie finden ihn hier:
http://www.medicusmundi.ch/mms/network/basics

Voilà le rapport annuel 2011 du Réseau MMS
2011 a été une année charnière pour l’orientation future de la politique exté-rieure et de la politique du développement de la Suisse dans le domaine de la santé. Le Réseau Medicus Mundi Suisse a pris une part active aux processus dé-cisionnels qui ont été engagés. Le rapport vous trouvez sur notre site :
http://www.medicusmundi.ch/mms-fr/network/basics