aidsfocus.ch Tagung:

Eine Zukunft ohne AIDS – auf dem Weg zu einer Vision

aidsfocus.ch / Bern, 11. April 2013 – An der diesjährigen Tagung von aidsfocus.ch in Bern waren sich die Fachleute einig, dass mit gezielten und intelligenten Investitionen Aids nachhaltig bekämpft werden kann. Das MMS Bulletin dokumentiert die Medienmitteilung.

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Eine Welt ohne Aids ist möglich. Wir haben die medizinischen Möglichkeiten, nicht nur bei uns in der Schweiz sondern weltweit. Davon ist aidsfocus.ch, die Fachplattform von schweizerischen Entwicklungsorganisationen zu HIV/Aids überzeugt. Was vor zehn Jahren noch undenkbar schien – etwa die Zahl der HIV-Neuinfektionen zu senken und über acht Millionen HIV-positive Menschen weltweit mit antiretroviralen Medikamenten zu behandeln – konnte verwirklicht werden.

„Um eine Welt ohne Aids zu verwirklichen müssen wir strategische Investitionen machen und uns auf jene Interventionen konzentrieren, die sich als wirkungsvoll erwiesen haben“, erklärte in Bern Marjorie Opuni von UNAIDS, der Aidsorganisation der Vereinten Nationen. Dazu gehören die Prävention der HIV-Übertragung aufs Kind und der Zugang aller zu medizinischer Behandlung. Dies ist in der Schweiz fast hundert prozentig verwirklicht - in den armen Regionen Afrikas oder Indiens bleibt dies aber noch ein Wunsch-traum.

Vor einem kritischen Wendepunkt

Für eine Zukunft ohne Aids braucht es finanzielle Investitionen und zielgerichtete und wirksame HIV-Programme, aber auch das politische Engagement von Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Nord und Süd. Besonders wirksam sind Organisationen, die direkt vor Ort mit den am meisten durch Aids gefährdeten Bevölkerungsgruppen engagieren, mit Menschen die mit HIV leben, Sexarbeiterinnen, etc. Wie diese Gemeinschaften vor Ort eine zentrale Rolle im Kampf gegen Aids speilen, schilderte Sanghamitra Iyengar sehr eindrücklich mit Beispielen aus Indien.

Wir stehen heute vor einem kritischen Wendepunkt. Die erzielten Erfolge werden zunichte gemacht, wenn wir uns jetzt nicht mit voller Kraft für die Bekämpfung von HIV und Aids engagieren. Wir können jetzt nicht aufhören. „Es ist wie bei einem Haus, wenn das Feuer weitgehend unter Kontrolle gebracht aber nicht gelöscht wurde, wird das Feuer wieder aufflammen,“ erklärte Jochen Ehmer, Arzt und Aidsexperte bei SolidarMed sehr plastisch. Jetzt investieren bedeutet in Zukunft weniger zu bezahlen.

Die in der Fachplattform aidsfocus.ch organisierten Entwicklungsorganisationen werden sich strategisch und wirksam für eine Zukunft ohne Aids engagieren. Sie erwarten von der Schweiz, strategischen Investitionen in der internationalen Aidsbekämpfung im Rah-men der Entwicklungszusammenarbeit vermehrt Priorität zu geben und ihr finanzielles Engagement im Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria nachhaltig zu verstärken.

Ventilklausel und der Dominoeffekt

Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz in der Nachrichtensendung 10vor10

"Deutsche Politiker bedauern die Aktivierung der Ventilklausel. Doch es gibt auch Deutsche, die sich darüber freuen, dass die Schweizer Grenze bald nicht mehr so durchlässig ist. Diese Stimmen kommen vor allem aus dem Gesundheitswesen. Denn immer mehr Ärzte und Pflegende wandern gleich nach der Ausbildung in die Schweiz aus." Über den in diesem Zusammenhang stehenden Dominoeffekt informiert im Beitrag das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz.

http://bit.ly/15Lzbo7

 

MMS auf storify

Patente: Oberster indischer Gerichtshof sagt Nein zur Glivec-Patentierung 

Am Montag, dem 1. April 2013 hat das Gerichtsverfahren des Pharmakonzerns Novartis gegen das indische Patentamt zur Patentierung des Krebsheilmittels Glivec sein Ende gefunden. Der oberste Gerichtshof hat den Entscheid gestützt, dass es sich bei Glivec um keinen neuen Wirkstoff handle. Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz fasst die Reaktionen und Hintergründe in einer Storify-Geschichte zusammen.

http://bit.ly/Yya044