Herzblut und Professionalität: Solidarische Gesundheitszusammenarbeit lebt

An seiner Jahresversammlung vom 30. Mai 2017 haben die Mitglieder des Netzwerks Medicus Mundi Schweiz zwei Organisationen aufgenommen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und doch gemeinsam für eine weltoffene, solidarische Schweiz stehen.

Wir haben zwei neue Mitgliedsorganisationen im Netzwerk Medicus Mundi Schweiz (MMS). Ende Mai haben die MMS-Mitglieder an ihrer Jahresversammlung in Biel die Researchers for Global Health und das Centrale sanitaire suisse romande aufgenommen.

Das Centrale sanitaire suisse romande (CSSR) blickt auf eine 80jährige Geschichte zurück, die in der medizinischen Unterstützung der republikanischen Truppen während des spanischen Bürgerkriegs gründet. Es ist eine ausdrücklich politische Organisation, die Gesundheitsprojekte in Lateinamerika und in Palästina durchführt.

Die Researchers for Global Health (R4GH) sind ein Verein, der im vergangenen Herbst gegründet wurde. Er ist aus einer Zusammenarbeit des Universitätsspitals Zürich mit dem Infectious Diseases Institute (IDI) der Makerere Universität in Kampala, Uganda, hervorgegangen. Im Rahmen dieser Partnerschaft können MedizinstudentInnen gegenseitige Austauschprogramme machen und arbeiten ForscherInnen beider Universitäten zusammen.

Keine Scheuklappen

Bei aller Unterschiedlichkeit – im Austausch mit VertreterInnen beider Organisationen wird schnell klar: Da engagieren sich Menschen mit Herzblut grenzüberschreitend, um das Recht auf Gesundheit im Rahmen ihrer Arbeit zu stärken. Sie arbeiten mit Engagement und sie arbeiten professionell. Und sie lehnen Scheuklappen ab, um über die eigenen institutionellen Grenzen hinaus zu lernen. Deshalb tragen sie MMS mit.

Aktuell sind im Netzwerk 49 Organisationen Mitglied – 49 sehr unterschiedliche Organisationen, wie eben die R4GH oder das CSSR. Aber in unserem Willen, sich für das Menschenrecht auf Gesundheit weltweit gemeinsam zu engagieren und für eine weltoffene Schweiz einzustehen, sind wir ganz offensichtlich geeint. Unsere Mitglieder bleiben solidarisch mit dieser Welt – ein wichtiges Zeichen in dieser Zeit.

Martin Leschhorn Strebel
Geschäftsführer Netzwerk Medicus Mundi Schweiz

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