Jugendliche und die sexuellen und reproduktiven Rechte

Dieses Jahr ist es zwanzig Jahre her, dass die Bevölkerungskonferenz von Kairo neue Massstäbe und Prinzipien bezüglich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte gesetzt hat. Diese Konferenz („International Conference on Population and Development, ICDP) hat aufgezeigt, dass Fragen des Bevölkerungswachstums und der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung nur mit einem rechtebasierten Ansatz vorwärts gebracht werden können.

Wo stehen wir 20 Jahre nach der Verabschiedung des Aktionsplanes von Kairo, der freiwillige Framilienplanung, Entwicklungspolitik und Stärkung der Frauenrechte miteinander verknüpft hat? Noch immer fehlen aber 220 Millionen Frauen weltweit der Zugang zu Verhütungsmitteln – und noch immer verlassen 25% der Mädchen im südlichen Afrika aufgrund von ungewollten Schwangerschaften die Schule. Offensichtlich bestehen schwerwiegende Hindernisse im Zugang zu Diensten der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Am diesjährigen Symposium beschäftigen wir uns mit diesen Hindernissen und wir wollen deutlich machen, dass die Ergebnisse von Kairo 1994 noch immer für die internationale Gesundheitszusammenarbeit höchst relevant sind.

Ins Zentrum unserer Diskussion stellen wir dabei die Jugendlichen – sie sind die zentrale gesellschaftliche Gruppe, um Fortschritte für die Gesundheit von Frauen und Mädchen, Müttern und Kindern zu erreichen. Welche Barrieren müssen für Jugendliche abgebaut, damit sie Zugang zu Gesundheitsdiensten erhalten? Wie müssen jugendfreundliche Gesundheitsdienste der sexuellen und reproduktiven Gesundheit gestaltet sein? Wie kann das gesellschaftliche Umfeld so gestaltet werden, damit die Jugendlichen selbst für ihr Recht auf Gesundheit einstehen können?

Diskutieren Sie also im November mit und reservieren Sie sich schon jetzt das Datum.

Martin Leschhorn Strebel Netzwerk Medicus Mundi Schweiz

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