Nachrichten vom 10. Juni 2008

Über 200'000 Unterschriften für die Entwicklungszusammenarbeit. Das Resultat ist beeindruckend: Es ist ein Erfolg einer gelungenen Kampagnenführung durch Alliance Sud. Doch nicht nur die eindrückliche Zahl gesammelter Unterschriften besticht, auch der Weg bis zur Übergabe war politisch wichtig.

Die Kampagne „0,7% - gemeinsam gegen Armut“ setzte ein wirksames Zeichen gegen die grundsätzliche Kritik an der Entwicklungszusammenarbeit durch rechtsbürgerliche Kreise. Mehr noch: Sie zwang uns MitarbeiterInnen von Nichtregierungsorganisationen auf die Strasse, wo wir uns für unsere Arbeit rechtfertigen mussten. Mit der geballten Ignoranz umzugehen, war nicht immer einfach; den vielfachen Zuspruch, den wir bekamen, half aber auch darüber hinweg.

Mit dieser Erfahrung des „going public“ im Hintergrund muss es nun weiter gehen: Die politische Entscheidung über mehr Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit hängt noch in der Luft; bei der DEZA ist noch unklar, wohin die Reise unter dem neuen Direktor geht. Im nächsten halben Jahr wird es sich wohl zeigen, was die 200'000 Unterschriften für eine Kraft entfalten können. Gut möglich, dass wir alle noch ein paar Mal auf die Strasse gehen müssen.

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