Nachrichten vom 13. März 2007

Liebe Leserin, lieber Leser,

Irgendwie sind Sie ja mit der internationalen Gesundheit verbunden - sonst würden Sie diesen Newsletter nicht erhalten. Aber was machen Sie genau, wo setzen Sie Ihre Akzente? In der praktischen Tätigkeit? im Management? in der Forschung, der Grundlagenarbeit? in Politik und Lobbying? in Informationsvermittlung und Sensibilisierung, in der Vernetzung? Und: sind Sie mit diesen Akzenten und ihrer Gewichtung im Arbeitstag, in der Arbeitswoche, im Arbeitsjahr zufrieden?

Etwas unverschämte Fragen, und nutzlose auch, ich weiss. Denn dass der Produktivitätsdruck die meisten von uns in der Arbeitsteilung gefangen hält - und die übrigen, die sich um alles gleichzeitig kümmern müssen, erst recht überfordert -, ist wohl nicht zu ändern, und es funktioniert ja gut: Die einen tun Gutes, die anderen sorgen fürs Geld, andere berichten darüber, und dann gibt es noch die umtriebigen und ziemlich dubiosen VernetzerInnen, von denen Sie jetzt grad wieder einer belästigt. Der hat ja gut schreiben, hat wohl nichts anderes zu tun...

Stimmt, eben. Und wenn ich Ihnen im vorliegenden Newsletter einen Denkanstoss von Johannes Bircher zum Gesundheitsbegriff vermittle, wenn ich Ihnen die Notizen von Allison Fine zum "connected activism" als Herausforderung für die etablierten NGOs zur Lektüre empfehle oder auf das "Project Management Handbook" der Novartis-Stiftung hinweise, dann steckt dahinter ein pragmatisches Konzept - nehmen Sie, was Sie für Ihre Arbeit brauchen können -, aber auch die leise Hoffnung, dass es uns ab und zu gelingt, unsere eigene Disziplin (!) für einen Moment zu durchbrechen und einen Blick ins Nachbarzimmer oder zum Fenster hinaus zu werfen...

Ich wünsche Ihnen eine gute Entdeckungsreise.

Thomas Schwarz, Co-Geschäftsführer Medicus Mundi Schweiz. Netzwerk Gesundheit für alle

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