Nachrichten vom 6. Februar 2008

Das Jahr 2018 und wir

Werden die Schweizer MitarbeiterInnen der im globalen Süden tätigen NGOs noch im Feld arbeiten? Werden sie nur noch beratende Aufgaben haben? Wird es in der Schweiz neben ein paar kleinen vor allem grosse, aus nationalen und internationalen Fusionen hervorgegangene Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit geben?

Über die Herausforderungen für die in der EZA tätigen Organisationen in zehn Jahren hat kürzlich der Vorstand von Medicus Mundi Schweiz nachgedacht. Die Hauptthese: Im Jahr 2018 wird der grosse Teil der öffentlichen und privaten Mittel direkt zugunsten von NGOs im Süden eingesetzt werden. Was sind die Folgen dieser Entwicklung?

Da die Schweizer NGOs selbst weniger Arbeiten im Süden selbst ausführen, wird das Fundraising schwieriger. Die Öffentlichkeit nimmt das Engagement von Schweizer Organisationen nicht mehr als unmittelbar helfende Tätigkeit war. Die politische Legitimität EZA schwindet. Eine der zentralen Aufgaben hiesiger Organisationen wird in der schwierigen Sensibilisierungsarbeit für ihre Partner im Süden liegen.

Über eine Kristallkugel verfügen wir nicht. Und es kommt ja bekanntlich anders als man/frau denkt. Doch wie auch immer: MMS wird seine Mitglieder auch im Wandel mit Denk- und Lernplattformen unterstützen.

Martin Leschhorn Strebel Medicus Mundi Schweiz

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