Recht ohne Grenzen: Unternehmen in die Verantwortung nehmen

Die von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen lancierte Kampagne „Recht ohne Grenze“ verlangt, dass globale tätige Unternehmen, die ihren Geschäftssitz in der Schweiz haben, ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung weltweit nachkommen. Verschiedene Beispiele der letzten Jahre haben bewiesen, dass auf die Selbstverantwortung der Unternehmen nicht gebaut werden kann.

Deshalb macht die Kampagne auch Druck auf die Schweizer Politik: Das Parlament soll gesetzliche Grundlagen erlassen, „damit Schweizer Konzerne für ihre Tätigkeiten, ihre Tochterfirmen und Zulieferer vorsorglich Massnahmen (Sorgfaltspflicht) treffen müssen, um hier und anderswo Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen zu verhindern.“ Der Hebel um dies durchzusetzen besteht insbesondere in einem Klagerecht in der Schweiz für Menschen, welche sich durch die Tätigkeit von Schweizer Firmen, deren Tochterfirmen und Zulieferer geschädigt sehen.

Das Anliegen verdient Unterstützung, denn in einer globalisierten Welt braucht es auch gesetzliche Mechanismen, damit die Menschenrechte weltweit durchgesetzt werden können. Gleichwohl hat die MMS Geschäftsleitung beschlossen die Kampagne nicht mitzutragen – schlicht, weil wir keine Kapazitäten haben, um diese Kampagne seriös zu begleiten. Unsere Mitgliedorganisationen Bethlehem Mission Immensee, Interteam und medico international schweiz unterstützen jedoch die Kampagne namentlich.

Martin Leschhorn Strebel Mitglied der Geschäftsleitung

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