Soziale Medien füttern

Als in der internationalen Gesundheit tätige Organisationen wollen wir unsere Arbeit auch in der schweizerischen Öffentlichkeit verankern. Nur wenn wir Verständnis für die spezifischen Probleme in den Einsatzländern wecken, erzielen wir die notwendige Legitimation bei den GeldgeberInnen, in der Politik und in der Verwaltung.

Doch der Weg eine breitere Öffentlichkeit über die traditionellen Medien zu erreichen, ist zunehmend steinig. Dies hat hauptsächlich mit einem atemberaubenden Strukturwandel zu tun: Die Mediennutzung wie auch die Medien selbst haben sich grundlegend verändert. Ein unendlicher Strom von Kurzinformationen fliesst ungefiltert und unreflektiert über Gratiszeitungen, twitter oder Facebook an uns vorbei. Umgekehrt stehen den traditionellen Medien, insbesondere den Tageszeitungen immer weniger Mittel und Raum für tiefer gehende Analysen und Berichte zur Verfügung.

Immer mehr Nichtregierungsorganisationen reagieren darauf. Sie machen über die sozialen Medien wie Facebook und twitter auf ihre Arbeit aufmerksam. Es sind selbstverständlich die Orte, an welchen wir heute präsent sein müssen. Doch die Herausforderungen, die sich stellen, sind riesig und ressourcenintensiv. Wie schaffen es gerade mittlere und kleinere Organisationen, hier stetig und einem weiteren Kreis wahrgenommen zu werden? Wie erreichen wir Verständnis für hochkomplexe Probleme mit fragmentierten Informationshappen? Und als NutzerInnen müssen wir uns auch fragen: Wie können wir diese Informationsflut bewältigen?

Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz stellt sich diesen Herausforderungen mit einigen Anpassungen auf www.medicusmundi.ch. Neu stellen wir zu spezifischen Themen Dossiers mit den wichtigsten Artikeln und Hintergrundinformationen zusammen. Wir leisten damit für unsere NutzerInnen einen Beitrag, um die Informationsflut zu bewältigen. Ausserdem ist es sofort möglich unsere Hintergrundberichte, Veranstaltungen und Nachrichten unserer Mitgliedorganisationen einfach über twitter, Facebook oder E-Mails weiterzuverbreiten. Füttern wir also den Informationsfluss mit unseren Themen!

Martin Leschhorn Strebel Mitglied der Geschäftsleitung

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