Armut kann Ihre Gesundheit gefährden!

Gegen Krankheit, die arm macht. Gegen Armut, die krank macht

Symposium der schweizerischen Gesundheitszusammenarbeit

Armut macht krank. Anderseits ist Gesundheit ein Schlüssel für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung und die Überwindung von Armut. Dies gilt nicht nur für arme Länder und Gesellschaften; auch in der Schweiz sorgen Studien zur Wechselbeziehung von Armut und Gesundheit für Aufsehen.

Eine Gesundheitspolitik, die sich über den Gesundheitsbereich hinaus orientiert, muss sich mit Armut und Armutsbekämpfung auseinandersetzen. Und im Gesundheitsbereich selbst stellt sich die Frage nach der Chancengleichheit für Arme und Reiche im Zugang zu Gesundheitsleistungen.

Das diesjährige Symposium der schweizerischen Gesundheitszusammenarbeit beleuchtete Optionen der armutsspezifischen und armutüberwindenden Gesundheitsarbeit sowie der gesundheitsrelevanten Armutsbekämpfung.

Die Tagung richtete sich an ein breites Spektrum von TeilnehmerInnen, die auf nationalem oder internationalem Gebiet tätig sind: an Fachleute und Organisationen des Gesundheitsbereichs und der Entwicklungszusammenarbeit, an VertreterInnen von Verwaltung und Politik, Verbänden, Wirtschaft und Medien. Mit über 140 Teilnehmenden stiess das Symposium auf ein unerwartet grosses Interesse.

Ausgangspunkt des Symposiums bildete die anschauliche Darstellung von krankmachender Armut und von durch Armut entstandener Krankheit. Dazu war der Basler Filmemacher René Schraner für uns ins Bergland von Kirgisien, in eine abgelegene Provinz von Haiti - und nach Bern gereist und hatte seine Begegnungen mit armuts- und krankheitsbetroffenen Familien in eindrücklichen Bildern festgehalten.

Von den Filmporträts ausgehend erfolgte die Ausweitung und Vertiefung durch Vorträge und im Gespräch. Schweizerische und internationale Fachleute stellen ihre Strategien zur Überwindung des Teufelskreises von Armut, sozialer Ungleichheit, Verelendung und Krankheit zur Diskussion und zeigen Ansatzpunkte für Interventionen innerhalb und ausserhalb des Gesundheitssektors.

Im Rahmen des Symposiums präsentierten die 41 Mitgliedorganisationen des Netzwerks Medicus Mundi Schweiz ihr Manifest „Gesundheit für alle - ein realistisches Projekt“, das den Beitrag der schweizerischen Nichtregierungsorganisationen zur Überwindung der globalen Gesundheitskrise und zur Erreichung von Gesundheit für alle reflektiert.

Veranstalter

Medicus Mundi Schweiz. Netzwerk Gesundheit für alle
Murbacherstrasse 34, CH-4013 Basel
Verantwortlich: Thomas Schwarz, Co-Geschäftsführer
Tel. +41 61 383 18 10, tschwarz@medicusmundi.ch

Fachliche Begleitung: Nick Lorenz, Schweizerisches Tropeninstitut, Basel; Thomas Vogel, Advimed, Genf; Beat Stoll, IMSP, Uni Genf; Daniel Mäusezahl, DEZA

Finanzielle Unterstützung: Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Stiftung für Lebensqualität in Basel und Umgebung, Sachbeiträge der teilnehmenden Organisationen.