Arbeiten in fragilen Kontexten und der Aufbau resilienter Gesundheitssysteme

Warum sind Community Systeme wichtig?

MMS Symposium

Um die Kinder-und Müttersterblichkeit zu reduzieren, eine AIDS-freie Generation Wirklichkeit werden zu lassen und die Bevölkerung vor Infektionskrankheiten wie Ebola zu schützen, benötigen wir effektive und funktionierende Gesundheitssysteme, welche in der Lage sind, Basis-Gesundheitsdienstleistungen für notleidende Menschen bereitzustellen. Internationale Gesundheitsorganisationen sind immer mehr gezwungen, in fragilen Kontexten zu arbeiten in Umgebungen geprägt von Instabilität, mit labilen öffentlichen Strukturen und ohne die notwendige Rechtsstaatlichkeit. Um die Agenda 2030 zu erreichen, benötigen wir effizientere sowie kosten-effektivere Gesundheitsinvestitionen, welche Synergien zwischen der Bevölkerung und den Gesundheitssystemen ermöglichen und resiliente Systeme erschaffen.

Arbeiten in fragilen Kontexten und der Aufbau resilienter Gesundheitssysteme

(Photo: United Nations Development Programme /flickr)

Das MMS Symposium thematisiert diese Herausforderungen, reflektiert unterschiedliche Erfahrungen und diskutiert wie resiliente Gesundheitssysteme in fragilen Kontexten aufgebaut werden können

Die  Gesundheitsversorgung in fragilen und konfliktbetroffenen Staaten bleibt eine grosse Herausforderung. Selbst wenn Gesundheitsdienstleistungen vorhanden sind, ist es nicht selten der Fall, dass die Menschen diesen Einrichtungen nicht vertrauen oder sich davor fürchten, die Reise bis zur nächsten Gesundheitseinrichtung anzutreten. Was braucht es, um die Art zu verändern, wie wir globale und nationale Gesundheitsinterventionen gestalten und Investitionen lenken, um resiliente Gesundheitssysteme aufzubauen, die den tatsächlichen Bedürfnissen der   Bevölkerung entsprechen und von dieser akzeptiert werden?

Die jeweiligen Länderkontexte variieren stark in der Gruppe von fragilen Staaten, von Haiti über Afghanistan, von Eritrea bis Myanmar. Es gibt keine internationale Definition von fragiler Staatlichkeit. Manche Staaten sind in einem Teufelskreis von gewaltsamen Konflikten und Armut gefangen; andere stehen einer Hinterlassenschaft von schlechter Staatsführung gegenüber oder sind von Naturkatastrophen betroffen; viele aus Krisensituationen kommenden Staaten können nicht einmal die grundlegendsten Leistungen an ihren BügerInnen erbringen.

Die Zivilgesellschaft, lokale Organisationen, die Bevölkerung sowie gemeindebasiertes Gesundheitspersonal spielen eine massgebliche Rolle, wenn es darum geht, die Menschen zu erreichen, Krankheiten vorzubeugen, Pflege und Unterstützung zu bieten und die Lücken zu füllen, wo Gesundheitsfachpersonal Mangelware ist. Es stehen kaum  Instrumente zur Verfügung, die eine angemessenere Herangehensweise zur Stärkung von Gesundheitssystemen in solchen Kontexten ermöglichen. Um aber auf Gesundheitsbedürfnisse einzugehen, benötigen wir innovative Vorgehensweisen, welche die Partizipation der lokalen Bevölkerung sowie flexible Finanzierungsformen ermöglichen, immer unter Berücksichtigung einer  schnell wechselnden Umgebung .

Das MMS Symposium wird die folgenden Fragestellungen untersuchen:

  • Was sind die Grundlagen für starke gemeindebasierte Systeme und wie können solche erreicht werden?
  • Wie können Organisationen, die in der internationalen Gesundheitszusammenarbeit tätig sind, ihre Arbeit in fragilen Kontexten stärken?

 

Die Schwierigkeiten bei der Arbeit in fragilen Kontexten ist Teil des diesjährigen Themenschwerpunktes bei Medicus Mundi Schweiz (MMS). Lesen Sie die Dokumentation unserer Konferenz Working in Fragile Contexts vom August 2016, welche auf die technischen Aspekte bei der Arbeit in fragilen Kontexten fokusiert  hatte und von MMS zusammen mit dem Schweizerischen Roten Kreuz und der DEZA organisiert wurde.

Datum und Zeit

November, 02 2016; 09:30 – 16:30 h

Ort

Pullmann Hotel, Basel
Wegbeschreibung

Programm

Ein detailliertes Programm finden Sie hier

Sprache

Übersetzungen sind vorhanden

Informationen

Carine Weiss, Network Medicus Mundi Switzerland
Phone: ++41 (0)61 383 18 10

Das Symposium ist Teil einer Langzeit-Kooperationsvereinbarung mit der Schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA.

Ein spezieller Dank geht an das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) für die grosszügige finanzielle Unterstützung.