Human Resources for Health: Global Shortage

Manifest: Gesundheitspersonalmangel nicht auf Kosten der Ärmsten beheben

Eine breite Koalition von Personalverbänden aus dem Gesundheitsbereich und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit fordert dass der WHO-Kodex zur Rekrutierung von Gesundheitspersonal umgesetzt wird.

Aus globaler Verantwortung: Gesundheitspersonalmangel in der Schweiz beheben
In einem heute lancierten Manifest fordert eine breite Koalition, dass die Schweiz ihre Verantwortung gegenüber dem globalen Mangel an Gesundheitspersonal wahrnimmt. Dazu muss sie die Ausbildung von Gesundheitsfachleuten verstärken, qualitativ gute Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich sicherstellen und sich international stärker für die Gesundheit der Ärmsten einsetzen.
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Manifest: Gesundheitspersonalmangel nicht auf Kosten der Ärmsten beheben
Eine breite Koalition von Personalverbänden aus dem Gesundheitsbereich und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit fordert in einem gemeinsamen Manifest, dass der WHO-Kodex zur Rekrutierung von Gesundheitspersonal umgesetzt wird.
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Ein Manifest zur Stärkung des WHO-Kodex’
Stellungnahme Netzwerk Medicus Mundi Schwiez: "Dies ist denn auch der Grund, weshalb das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz gemeinsam mit dem SBK das nun vorliegende Manifest initiiert hat. Die breite Unterstützung setzt ein Zeichen der Zivilgesellschaft: Wir wollen, dass der Kodex durch die Schweiz und die Akteure im hiesigen Gesundheitswesen auch umgesetzt wird."
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Personalmangel im ländlichen Spital in Lugala
Tanzania
Stellungnahme von SolidarMed: "Wo man hinsieht in den ländlichen Gebieten Afrikas, wo SolidarMed an der Gesundheitsfront tätig ist, fällt die grosse Zahl an Patienten auf, die auf eine verschwindend kleine Zahl von Gesundheitsfachleuten wartet. Sei dies in den Gesundheitsposten abgelegener Dörfer, sei es im peripheren Spital, keine dieser Institutionen verfügt nur annähernd über die theoretisch vom Gesundheitsministerium zugeteilten Pflegefachleute, geschweige denn Ärztinnen und Ärzte."
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Zum Beispiel Bulgarien
Stellungnahme des Schweizerischen Roten Kreuz: "Im Jahr 2011 wurden in Bulgarien rund 600 Ärzte ausgebildet. Parallel dazu verlassen pro Jahr mehr als 600 Ärzte und 1000 Krankenschwestern das Land. Die Zahlen der letzten Jahre zeigen, dass die Tendenz steigend ist. Bulgarien wird zum “Spender” von medizinischem Personal für Westeuropa."
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Die Schweiz soll den WHO Kodex umsetzen
Stellungnahme des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner: "Die Schweiz leidet unter Personalmangel im Gesundheitswesen – Weltweit fehlen Millionen von Fachleuten in der Gesundheitsversorgung. Müssen wir diese Tatsachen einfach so hinnehmen oder können wir etwas dagegen tun?"
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Sparen auf wessen Kosten? Beispiel Langzeitpflege
Stellungnahme von WIDE Switzerland: "Die manchmal sehr schwierigen Situationen, welche finanzielle und zeitliche Engpässe mit sich bringen, werden heute zunehmend zum Einfallstor für einen Markt schlecht bezahlter und prekarisierter Care Arbeit von Migrantinnen. Diese werden von privaten Homecare-Unternehmen vermittelt oder kommen via persönliche Kontakte in die Schweiz und haben, wenn sie aus osteuropäischen Ländern kommen, oft nur Dreimonatsverträge."
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L'effet domino
Prise de position de la Fédération des médecins suisse: "En ce qui concerne les médecins, la création d'un nombre suffisant de places d'études est évidemment centrale, mais les points soulevés par ailleurs dans le Manifeste sont tout aussi relevants: disposer de données adéquates, des conditions de travail normales, des conventions permettant le soutien à la formation dans les pays en situation de pénurie, par exemple, sont des éléments décisifs pour les médecins comme pour les autres catégories de personnel de santé."
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