Romandie-Büro eröffnet

Verstärktes Engagement in der französischsprachigen Schweiz

Von Andréa Rajman

Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz hat in seiner Strategie 2017-2019 beschlossen, sein Engagement in der französischsprachigen Schweiz zu stärken. Zu diesem Zweck hat es ein Büro in Genf eröffnet. Eine erste Bilanz.

Verstärktes Engagement in der französischsprachigen Schweiz

Der ehemalige Waadtländer Kantonsarzt Dr. Jean Martin an der Eröffnungsfeierlichkeit in Genf

 

Das Büro in Genf wird Aktivitäten von MMS ergänzen, indem es näher zu seinen Mitgliedsorganisationen in der Romandie rückt, den Austausch mit dem internationalen Genf, der dortigen Zivilgesellschaft und dem akademischen Milieu stärkt.

Die Eröffnungsfeierlichkeit fand am 7. Februar 2017 im Maison des arts du Grütli mit Eröffnungsansprachen von Ständerätin Liliane Maury Pasquier sowie dem ehemaligen Waadtländer Kantonsarzt Dr. Jean Martin statt.

Aufbau

Die ersten Aufgabe bestand erst einmal darin das Büro überhaupt funktionsfähig zu machen, um die Administrations- und Koordinationsarbeit überhaupt anlaufen lassen zu können: Dokumente mussten übersetzt, Kontakte zu Mitgliedsorganisationen und potentielle Akteure aufgebaut werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Ebenfalls früh an die Hand genommen wurde die Vernetzung und die Öffentlichkeitsarbeit:

- Etablierung der Beziehungen zur Fédération genevoise de coopération (FGC) wie auch zu verschiedenen Genfer Instanzen (Service Agenda 21 der Stadt Genf; Service de la Solidarité internationale (SSI) des Kantons Genf; Département de l’emploi, des affaires sociales et de la santé (DEAS) des Kantons Genf)

- Etablierung der Beziehungen zu anderen Kantonen in der französischsprachigen Schweiz, insbesondere dem Kanton Waadt über die Teilnahme an verschiedenen durch die Fédération vaudoise de coopération (Fedevaco) organisierte Aktivitäten.

- Mitgliedschaft im sogenannten Grand Grenève wie dem Réseau des Acteurs de la Cité de Solidarité Internationale (RACSin, Annemasse, Frankreich), einem Verein von französischen und Schweizer Nichtregierungsorganisationen, die im Grossraum Genf arbeiten.

- Aufbau von Kontakten zu Medien und Medienschaffenden in der französischsprachigen Schweiz.

- Präsentation von MMS und seinen Aktivitäten gegenüber ÄrztInnen, Pflegefachleuten und Hebammen am CAS (2017-2018) « Santé materno-infantile dans les crises humanitaires ». Der Kurs wird gemeinsam von der Stiftung Terre des Hommes und der Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale (TdH-HESAV) organisiert.

- Organisation eines MMS Round Tables für seine Mitglieder in der französischsprachigen Schweiz zum Thema Gesundheitsbildung. Dieser Round Table wurde zusammen mit Enfants du Monde organisiert und ermöglichte es den Mitgliedsorganisationen, ihre Erfahrungen und ihr Wissen in diesem Bereich auszutauschen und gemeinsam über mögliche gemeinsame Aktivitäten zu reflektieren. Ausserdem bot er eine gute Gelegenheit, um die Vernetzung zwischen den Mitgliedsorganisationen zu stärken und das gegenseitige Verständnis über die jeweilige Arbeit und die Ansätze zu verbessern.

- Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Gesundheit der Fedevaco.

Erste Ergebnisse

2017 konnte eine Vielzahl von neuen Kontakten in der Romandie etabliert werden. Die hohe Zahl von TeilnehmerInnen am MMS Round Table, die steigende Anzahl von MMS Nachrichten-AbonnentInnen, wie auch das höher werdende Interesse verschiedener AkteurInnen (NGOs, internationale Organisationen) an den MMS Aktivitäten unterstreichen klar die Bedeutung, welche die Eröffnung des MMS Büros in Genf mit sich bringt.

Darüber hinaus ist der Standort des Büros in den Räumlichkeiten des Weltkirchenrates optimal, sind sie doch nahe bei der WHO, dem Graduate Institute (Maison de la Paix) wie auch weiteren UN-Organisationen.

 

Andréa Rajman

Andréa Rajman wurde mit dem Aufbau des Büros betraut. Sie arbeitet seit 1. September zu 40% als Verantwortliche für die Romandie.

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