Gesundheit für alle weltweit – und eine Schweiz, die Verantwortung für das Recht auf Gesundheit übernimmt

Das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz startet mit einer neuen Strategie ins neue Jahr – und die hat es durchaus in sich.

In einem eng mit den Mitgliedorganisationen des Netzwerks Medicus Mundi Schweiz (MMS) geführten Prozesses, hat MMS innerhalb von neun Monaten eine neue Dreijahresstrategie entwickelt, die ab dem 1. Januar 2017 in Kraft tritt. Im September hat die ausserordentliche Mitgliederversammlung die MMS-Strategie verabschiedet, die durchaus neue Akzente setzt.

Kritische Reflexionen – Wissen und Lernen vorantreiben

Dabei sind Vorstand und Geschäftsleitung vor rund einem Jahr eigentlich davon ausgegangen, dass sich unsere strategische Richtung nicht grundsätzlich ändern wird. Ausschlaggebend für die nun vorgenommenen Akzentsetzungen war ein Workshop im Januar 2016 mit unseren Mitgliedorganisationen. Diese haben insbesondere darauf gedrängt, dass die kritische Reflexion der eigenen Arbeit und das Führen gemeinsamer Lernprozesse ein eigenständiges Element der Netzwerkaktivitäten werden muss.

Angesichts eines neuen globalen Referenzrahmens für die nachhaltige Entwicklung (UN Agenda 2030) und der damit verbundenen grundlegenden Veränderungen in der internationalen Zusammenarbeit ist es ganz wichtig, dass wir die internationale Gesundheitszusammenarbeit kritisch reflektieren und das notwendige Wissen schaffen, um unser Engagement für das Recht auf Gesundheit faktenbasiert auszurichten.

Bewegen, aber nicht verbiegen

Diese Dynamik in einem Umfeld, das angesichts weltweiter isolationistischer Tendenzen nicht einfacher wird, wird uns alle bewegen, doch auf keinem Fall verbiegen. Die neue Strategie leitet das Netzwerk Medicus Mundi Schweiz mit einer glasklaren und engagierten Vision. Wir wollen eine Welt, in der Gesundheit für alle verwirklicht ist – und wir wollen eine Schweiz, die für das Recht auf Gesundheit eine solidarische Vorreiterrolle übernimmt. Dafür werden wir zusammen mit unseren 50 Mitgliedorganisationen auch in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik aktiv einstehen.

Martin Leschhorn Strebel
Netzwerk Medicus Mundi Schweiz

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